Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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ſchon berührten Gründen veranlaßten Rudolph dazu auch wohl gewiſſe Gerüͤchte, die über Emil's per⸗ ſönliche Verhältniſſe im Umlauf waren und von denen ich freilich erſt ſpäterhin erfuhr. Insbeſondere wollte man wiſſen, daß die Agenturen, welche Emil angeblich fuhrte, nur ein Deckmantel ſeien für ganz andere und minder ehrenhafte Geſchäfte; Emil, wollte man wiſſen, mache ſich ein Geſchäft daraus, jungen und alten Verſchwendern, denen eben das Meſſer an der Kehle ſitze, Geld zu verſchaffen, na⸗ türlich zu den härteſten Bedingungen, und ihnen dadurch vollends den Gnadenſtoß zu geben. Unter ſeinen Opfern oder richtiger geſagt unter den Mp⸗ fern detjenigen, denen er als Werkzeug diente(denn er ſelbſt machte immer nur den Vermittler) wurde auch ein Name genannt, den ich am liebſten nie wie⸗ der vernommen hätte: Graf Waldemar.

Die von der alten Gräfin ſo eifrig ,ins Auge gefaßte. Ehe deſſelben mit der Gräfin Conſtanze war zwar richtig zu Stande gekommen, hatte jedoch einen höchſt unglücklichen Verlauf genommen. Bald nach Waldemar's Verheirathung war die alte Gräfin geſtorben; Conſtanzens Eltern folgten ihr nach weni⸗ gen Monaten. So war der junge Graf zwar unum⸗ ſchränkter Herr eines faſt fürſtlichen Vermögens:

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