Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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Streiche, woher er auch kam, ſtand ich in der Mitte zweier Kämpfer, mein Herz war todt gepreßt, es wagte ſich nicht mehr zu rühren— ſo mochten denn die Kämpfer ſelbſt die Würfel über mich werfen.

Niemand wird verkennen, daß auch dies nur ein Entſchluß der Feigheit war und ſelbſt zu ſeiner Ausführung fehlte mir der Muth. Rudolph kam, trunken von ſeinem nahen Glücke; er umſchloß mich, bedeckte mich mit ſeinen Küſſen, ich hörte Hermann's Brief, den ich zu mir geſteckt hatte, um ihn Rudolph zu geben, raſcheln und kniſtern in ſeiner Umarmung — und während er voraneilte, den Wagen zu öffnen, nahm ich raſch den Brief heraus und warf ihn ungeſehen in die Flamme des Kamins—

Lebe wohl, Freund meiner Jugend, Herz meines Herzens 1!

Eine Viertelſtunde ſpäter war ich Rudolph's Frau.

Auf einer der erſten Stationen, die wir erreichten, faßte Rudolph, halb gedankenlos, halb um die Schweig⸗ ſamkeit zu unterbrechen, in die ich verfallen war, nach den großen franzöſiſchen Zeitungen, die vor uns auf dem Tiſche der Gaſtſtube lagen. Er ſuchte nach einer Neuigkeit, mit der er mich unterhalten und