Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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Denn in ſeinen Augen war ſie nichts weniger als unſchuldig; nicht ihre Schönheit, nein, ihre Argliſt, behauptete er, ſei es geweſen, was den ver⸗ blendeten Jüngling in ihre Netze verlockt; ohne dieſe Leidenſchaft wäre der Friede zwiſchen Vater und Sohn nie geſtört worden, der Fluch, den er im Uebermaß des Zornes auf das Haupt des Sohnes ge⸗ ſchleudert, wäre unausgeſprochen geblieben und auch dies vorzeitige Grab, das ſich ſo plötzlich zu den Füßen des entſetzten Vaters geöffnet hatte und in dem nun auf einmal all ſein Glück und alle ſeine Hoffnungen verſunken waren— auch dies unſelige Grab, dies Grab, das er jetzt gern mit den eigenen Nägeln wieder aufgeriſſen hätte, wäre wohl noch lange nicht gegraben worden, ohne jene verhängniß⸗ volle, jene teufliſche Leidenſchaft!

Piertes Capitel. Mutter und Tochter. Wie geſagt: nicht blos die Verführerin, auch

die Mörderin ſeines Sohnes haßte der alte Herr in

der ſchönen Schauſpielerin und das erklärte denn zur