Teil eines Werkes 
3. Band (1856)
Entstehung
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Natur; raffen ſich ſolche einmal zu einem Wiber⸗ ſtande auf, der ihrem Charakter eigentlich fremd, ſo begegnet es ihnen leicht, hartnäckiger zu werden und hochfahrender als ſie ſelbſt eigentlich gewollt haben.

Auch der junge Herr von Eberſtein beſtätigte die Wahrheit dieſes Satzes. Vielleicht wäre es mög⸗ lich geweſen, durch augenblickliche Nachgiebigkeit den Zorn des Vaters zu beſchwichtigen, oder ſchlimmſten Falles hätte er ſich und die Geliebte durch eine ſchleu⸗ nige Flucht vor den Folgen deſſelben ſchützen können. Aber das Eine ſowenig wie das Andere kam ihm in den Sinn; auf das Recht ſeiner Leidenſchaft pochend, verſicherte er mit tauſend Eiden, niemals und unter keiner Bedingung von der Angebeteten zu laſſen und auch daß ſie ein Kind von ihm unter dem Herzen

anerkenne und für deſſen dereinſtige Rechte er keinen Kampf ſcheuen würde, ſelbſt gegen des Kindes eige⸗ nen Gryßvater nicht— auch dieſe für den alten Herrn von Eberſtein ſo erſchütternde Nachricht theilte er ihm mit dem ganzen Uebermuth der Liebe, dem ganzen Stolz der erſten Vaterfreude mit.

Es kam nun zu böſen gerichtlichen Händeln zwiſchen Vater und Sohn. Der Erſtere ſuchte die Giltigkeit der heimlich abgeſchloſſenen Ehe anzufechten

trage, ein Kind, das er mit Stolz als das jeine