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deshalb weil er ſelbſt die Jahre der Mündigkeit noch nicht erreicht hatte und weil außerdem ſein Vater, einer der erſten Würdenträger des Landes, ein Mann war von außerordentlich ſtrenger Denkungsart, der niemals zugegeben haben würde, daß ſein einziger Sohn und Erbe ihm eine fahrende Schauſpielerin, eine Komö⸗ diantin, als Schwiegertochter ins Haus gebracht hätte. Es war alſo eine ganz ähnliche Situation wie die⸗ jenige, welche in dieſem Augenblick wieder zwiſchen Florine und Waldemar beſtand— mit dem Unter⸗ ſchiede freilich, daß Florine damals um zwanzig
Jahre jünger war und daß die Blüthe ihrer Schön⸗
heit, deren Ueberreſte noch jetzt ſo gewaltig wirkten,
damals eben in ihrer erſten jugendlichen Friſche
prangte. Ihr ſelbſt entging dieſe Aehnlichkeit nicht; die Art jedoch, wie ſie derſelben gedachte, hatte für mein Gefuͤhl wiederum etwas ſehr Beunruhigendes. „Siehſt Du,“ ſagte ſie,„das iſt nun einmal mein Schickſal. Da ſtehſt Du große Tochter vor mir, jung und bluͤhend, wie ein Röschen im Mai und die närriſchen Männer überſehen Dich und laufen meiner welkenden Schönheit nach; ich werde alt— o wahrhaftig, es weiß keiner ſo genau wie ich, wie lt ich eigentlich werde— aber die Männer werden


