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trüben drohte. Florine lieh meinen Erzählungen ein gütiges Ohr: aber trotz der Zeichen von Theilnahme, mit denen ſie dieſelben begleitete, fühlte ich doch deutlich, daß ihre Aufmerkſamkeit eben nur eine gelie⸗ hene war und daß andere Erinnerungen und andere Intereſſen ihr Herz beherrſchten. War die Geſchichte der Vergangenheit ihr vielleicht eben ſo peinlich wie mir die Schilderung ihrer gegenwärtigen Lei⸗ den und Qualen? Schämte ſie ſich, mir Ge⸗ ſtändniſſe zu thun, die allerdings fuͤr das Ohr einer Tochter am wenigſten geeignet waren und die doch unmöglich länger verſchwiegen bleiben konnten? — Ein tiefer Schmerz, eine plötzliche Angſt, als hätte der Tag die geliebte Erſcheinung der Nacht mir ausgetauſcht und das wäre gar nicht mehr die Frau, die mich wenige Stunden zuvor noch ſo zärt⸗ lich in ihre Arme ſchloß, durchzuckte mich— waren das die Unterhaltungen einer Tochter mit ihrer Mutter? mit einer Mutter, die ſie heut nach jahre⸗ langer Trennung zum erſten Male wieder in die Arme ſchloß? So hatte ich ſie mir wenigſtens anders gedacht
Selbſt die Kataſtrophe im Schickſal des Herrn Nonnemann, das Fürchterlichſte in meinen Gedanken, was einem Menſchen begegnen konnte, gewann ihr
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