Erftes Capitel. Das Erwachen.
Nichts Furchtbareres als das erſte Erwachen nach einem großen und unerſetzlichen Verluſt, der uns unerwartet betroffen. Erſchöpft von Jammer und Thränen, haben wir endlich im Schlaf eine kurze Erholung gefunden; mit wohlthätiger Hand hat er uns die Erinnerung des Vorgefallenen aus dem Gedächtniß gelöſcht, ja die Phantaſie gaukelt uns vielleicht eben ihre goldenen Bilder vor und im Traume beſitzen wir wieder, was uns doch auf ewig entriſſen iſt. Da weckt der erſte Strahl der Sonne uns aus dem leichten Schlummer und mit dem Licht, das unſer Auge berührt, dringt auch ſofort das ganze jammervolle Bewußtſein unſeres Unglücks auf 1856. X. Helene. III.. 1


