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ſteht, der ihm die Ehre anthun will es aufzuſuchen. Melden Sie der Dame, ſie würde mir willkommen ſein und richten Sie das Nöthige für ſie her.“
Heinrich, der ſich mit ſeiner Gebieterin vollkom⸗ men gut verſtand, wußte auch recht wohl, was er von dieſer gelinden Zurechtweiſung zu halten hatte; er empfahl ſich mit tiefer Verneigung und die Gräfin fuhr zu mir gewendet fort:
„Das trifft ſich ja wahrhaftig prächtig, daß wir in unſerer Einſamkeit einmal wieder Beſuch bekommen; die Abende werden jetzt ſchon ſo lang und unſere Nachbaren ſchwärmen noch in Bädern und auf Reiſen und vergeſſen die alte Frau, die hier ganz allein ſitzt und nicht mehr ſo mitmachen kann, wie die Jugend es treibt. Nun nun, wenn nur erſt Graf Waldemar im Schloſſe iſt, da wird es hier wohl ein anderes Leben werden, beſonders,“ ſetzte ſie mit feinem Lächeln hinzu,„wenn er erſt eine kleine hübſche junge Frau neben ſich hat; warum ſie ſich wohl ſo lange nicht bei wir hat ſehen laſſen, die gute kleine Conſtanze?!“
Und dann wie ſich ſelbſt unterbrechend:
„Sagte der Heinrich nicht, die ftemde Dame käme aus der Hauptſtadt? Run das iſt ja charmant, in der Hauptſtadt paſſirt doch immer etwas Neues,


