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wenig an der Brille und ſah über der feinen ſchild⸗ pattenen Einfaſſung hinweg den Haushofmeiſter flüchtig an. Derſelbe verſtand ſofort den Blick und als geſchehe es aus eigenem Antrieb, ſetzte er mit gedämpfter Stimme hinzu:
„Da ich weiß, wie die Frau Gräfin in ſolchen Fällen zu handeln pflegen und was die Ehre des hochgräflichen Hauſes erfordert, ſo hielt ich es für meine Pflicht, mich ſelbſt an Ort und Stelle zu begeben und der fremden Herrſchaft meinen Reſpect zu bezeigen. Es iſt, wie ich ſchon die Ehre hatte zu bemerken, eine Dame— ſehr feine Dame, muß von Familie ſein— guter Anſtand, noble Manieren, auch Wagen und Gepäck, Alles recht nobel eingerichtet — einfach, tüchtig, ohne Prahlerei— nicht wie die reichgewordenen Juden, die jetzt durchs Land kutſchiren, mit Reſpect zu ſagen— guter Landauer, Kam⸗ mermädchen und Bedienten hintenauf, vier Pferde, Poſtillon vom Sattel gefahren— Alles recht brav, recht nett—“
„Aber, guter Heinrich,“ erwiderte die Gräfin lächelnd, indem ſie die Brille wieder auf ihren Fleck rückte und ſich gemächlich in ihren Fauteuil zurück⸗ finken ließ,„wer fragt denn danach? Sie wiſſen ja doch ein für allemal, daß mein Haus Jedem offen


