Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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ſeinem Range noch nicht genug Ehre machen, noch nicht Geld genug unter die Leute bringen möchte. Dies„Geld unter die Leute bringen“ konnte die alte Dame mit einer unnachahmlichen Würde ſagen; es war darin nichts von der Vornehmthuerei, der aufdringlichen Geſchwätzigkeit, mit welcher unſere Ban⸗ quiers und andere ſchnell reich gewordene Lente ihren Reichthum zur Schau zu ſtellen pflegen und wobei man ſie ordentlich mit ihren Ducaten klimpern hört: ſon⸗ dern ſie ſprach das im Gegentheil ſo ruhig und gelaſſen, ja gewiſſermaßen ſo verbindlich, als ob— um einen närriſchen und doch nicht ganz unpaſſenden Vergleich zu gebrauchen— der liebe Gott in höchſt eigener Perſon gelegentlich bei den Menſchen ſeinen Geſchöpfen, nachfragen wollte, ob er es auch genug regnen laſſe oder ob ſie gleichfalls veränderungshalber lieber einmal Sonnenſchein oder Kälte wünſchten, es käme nur ganz auf ihr Belieben an, bei ihm wäre ja Alles in Vorrath und er gäbe es gerne.

Dafür aber hatte die alte Dame dann auch die Genugthuung, daß ihr und ihres Sohnes Lob geſun⸗ gen wurde weit und breit und daß kein hochadeli⸗ ger Beſuch aus der Reſidenz, kein hungriger Vet⸗ ter und Vettersvetter bei ihr einſprach, dem es nicht an Worten gefehlt hätte, den Glanz zu ſchildern,

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