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und was wir mit der größten Sehnſucht erwartet haben, wenn es endlich eintrifft, uns am wenigſten hält, was wir uns davon verſprochen. Dieſe Erfah⸗ rung ſollte auch ich jetzt machen. Wie hatte ich auf die freie Zeit, welche die Abweſenheit meines Oheims uns gönnte, mich diesmal ſo ganz beſonders gefreut! Mit welcher Unruhe hatte ich die Tage, ja die Stunden bis zu ſeiner Abreiſe gezählt! Mit welcher geheimen Schadenfreude ſah ich ihm nach, da er endlich, nach unzähligen guten Ermahnungen und Lehren, gravi⸗ tätiſch in den Poſtwagen ſtieg und über das ſchlechte Steinpflaſter davon rumpelte! Die letzten Wochen u Monate waren für mich ſo ſtürmiſch ge⸗ weſen, ich hatte ſo viel ſtille Kämpfe zu beſtehen ge⸗ habt, daß es mir ein wirkliches Bedürfniß war einige Wochen in Ruhe zu verleben. Junge Leute, die ſo aus dem natürlichen Entwickelungsgange hin⸗ ausgeſchleudert werden, wie es mit mir der Fall war, nehmen leicht auch gewiſſe Schwächen des Alters an und ſo war auch dies Ruhebedurfniß, ſonſt etwas dem jugendlichen Gemüthe ſo Fremdes, bei mir etwas durchaus Natürliches und Nöchiges.
Dazu kam eine eigene— wie ſoll ich ſie nen⸗ nen?— optiſche Täuſchung oder Seelentäuſchung, genug: eine ſeltſam barocke t die mir
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