Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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er ein: allerdings, das Reiſen thue ihm wunderbar gut, er fühle ſelbſt, wie, dem Himmel ſei Dank, er jedesmal neu geſtärkt, mit erfriſchten und verjüngten Kräften zurückkehre. Doch könne Tante Fränzchen daraus nur ſehen, welche Lebenskraft eigentlich in ihm ſtecke und was für ein Mann er geworden ſein würde, wenn er ſich nicht um unſertwillen ins Selavenjoch des Büreandienſtes abzuarbeiten brauchte: eine Vorhaltung, die Tante Fränzchen dann jedes⸗ mal zu Thränen rührte und ſie zu einer Fluth von Segenswünſchen und Dankſagungen veranlaßte, während Vetter Emil in der Ecke ſtand und hinter⸗ ůcts die Zunge herausreckte.

Auch hielt, allen Reſpeet vor dem Zauber des Jungbrunnen, die Wirkung deſſelben bei meinem Oheim doch niemals ſehr lange an; es war ſozuſagen nur eine Plattirung, die ſich ſchon in den erſten Wochen, zugebracht im Drang der häuslichen Ge⸗ ſchäfte, wieber abgriff Das begegnet nun auch wohl anderen Leuten und ſogar den Meiſten von denen, die heut zu Tage ins Bad reiſen. Doch wird nur bei Wenigen der Uebergang ſo ſchnell, der Rückfall in die Werkeltagslaune ſo raſch und gründlich ſein.

Aber immerhin, wenn wir Herrn Nonnemanns Reiſe auch zweimal büßen mußten, einmal bevor er 1856. IX. Helene. II. 3