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welche in dem Hauſe meines Oheims herrſchte, lag längſt Alles und ſchlief, höchſtens die alte Dörte ausgenommen, die in ihrem Ofenwinkel das Privile⸗ gium hatte, die Nacht zum Tage zu machen, wenn ſie nur dafür nicht Tag in Nacht verkehrte und die vor⸗ geſchriebene Arbeit pünktlich verrichtete. Selbſt das ewig waltende Gewiſſen dieſes Hauſes— oder wie Vetter Emil ihn boshafter Weiſe nannte, der große ewig wachſame Haushund— ſelbſt Herr Nonnemann ſchlief jetzt den Schlaf des Gerechten, und ſo geſetz⸗ widrig meine nächtliche Unternehmung war, ſo ſicher war ich doch ſie ohne Störung zu vollbringen. Ohne Störung allerdings, aber auch ſehr ohne Frucht. Ich gelangte die Stiege glücklich hinunter, eſchlich den wohlbekannten Gang entlang, öffnete die Küchenthür, fand die alte Dörte aber nicht in ihrer gewohnten Ecke, ſondern vielmehr in der Kammer daneben, auf dem harten Pfühl, der ihr zum Nacht⸗ lager diente; vielleicht hatte die wärmere Jahreszeit ſie aus ihrer Ofenecke verſcheucht oder ſie hatte, ſeit⸗ dem ich nicht mehr zu ihr kam, auch überhaupt eine andere Gewohnheit angenommen. Es iſt wunderbar, an welche kleinen, zufälligen Umſtände unſere Entſchließungen zuweilen geknüpft find. Hätte ich meine alte mürriſche Freundin in der


