Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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in die Stadt zurückkehren und den Nachlaß ſeines Gebieters hüten und bewahren würde. Mit weh⸗ müthiger Freude hielt ich es mir vor, wie ich ihn ſtatt des Dahingeſchiedenen beſuchen wollte, wie er mir von ihm erzählen, mir alle kleine Züge ſeines täglichen Lebens vervollſtändigen und wie auf dieſe Weiſe der Todte in unſerm treuen, liebevollen Anden⸗ ken fortdauern und lebendig bleiben ſollte. Chriſtian, ſo dachte ich in meinem kindiſchen Sinne, der immer gleich geſtimmte, gleich freundliche, gleich dienſtwillige Mann, ſollte mir erſetzen, was ich an der alten Dörte leider jeden Tag mehr und mehr verlor, meine träumeriſche phantaſtiſche Jugend ſollte ſich gleichſam aufrichten an dem Stamm ſeiner Welt⸗ und Lebenskenntniß, er ſollte mein Rathgeber, mein Führer ſein und ſollte mir durch den reichen Schatz ſeiner Erfahrun⸗ gen hinweghelfen über jenen Mangel an Lebens⸗ kenntniß und praktiſcher Gewandtheit, den ich ſelbſt mit ſtillem Zagen mehr und mehr an mir bemerkte; während das Haus meines Oheims doch dies ſah ich ebenfalls ein nicht die mindeſte Gelegen⸗ heit bot, noch jemals bieten würde, den eben erwähn⸗

ten Mangel zu erſetzen.

Ja wohl, was träumt und hofft die Jugend nicht, die Jugend, die noch keine Ahnung davon hat,