Hauſe kamen, je traulicher ſah es aus und eine köſtliche Ahnung beſchlich mich, ob dies vielleicht eins von den Landhäuſern des Herrn von Eberſtein ſei und dieſe ganze nächtliche Reiſe wäre nur eine Ueber⸗ raſchung, die mein gütiger Freund mir bereitete; er
hatte die Sehnſucht verſtanden, die ich nach ihm em⸗
pfand, und vergönnte mir einen ſchönen, glücklichen Frühling in ſeiner Nähe zu verleben.
Aber freilich wozu dann dieſe Eile? Und was ſollte dann mein Oheim dabei?
Und doch, mein Herz täuſchte mich nicht, es war wirklich ein Landhaus des Herrn von Eberſtein und dort, hinter jenen von der Sonne vergoldeten Fenſtern ſtand der alte freundliche Herr und ſah den Wagen heranrollen, der ihm ſeine kleine Freundin, ſeine ,kleine Dame“ brachte! Jener Diener dort am Eingang des Parks, trägt er nicht die Livree meines verehrten Gönners? Sitzt dieſelbe Livree nicht auf dem Wagen⸗ bock, wenn auch halb unkenntlich gemacht durch den langen faltigen Regenmantel? Jetzt ſieht der Diener
her— o wahrhaftig, es iſt der ehemalige kleine Lakei mit der ſtumpfen Naſe und den langen Weſten⸗
ſchößen, der mir als Kind ſo viel Spaß machte. Wie er gewachſen iſt ſeitdem und wie ehrbar er ausſieht!


