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ſei man wenigſtens ſicher, daß ſie ſich Einem nicht verfärbten oder ausgingen vor Schrecken.
Andere Male wieder machte ſie mir heftige Vorwürfe und verlangte von mir, ich ſollte ſtehenden Fußes zu Herrn von Eberſtein gehen und ihn aufs Gewiſſen fragen, was er denn eigentlich von meiner unglücklichen Mutter wiſſe. Und da ich, eingeſchüch⸗ tert durch die Warnungen des alten Dieners, mich deſſen weigerte, ſo nannte ſie mich feig und undank⸗ bar und ließ mich Monate lang kein gutes Wort mehr hören.
Zu Emil, ſo lieb er mir war, hatte ich doch lange nicht Herz genug, um ihn in dies mein ſüße⸗ ſtes, thörichtſtes Geheimniß einzuweihen. Hermann jedoch, dem ich es allerdings vertraute, hörte mich zwar geduldig an, aber er that es doch auch nur mit jenem Lächeln, das er auch meinen ſonſtigen Träumen in Betreff der Zukunft entgegenſetzte. Und wenn ich dann nicht abließ und immer von Neuem Lrete der Gedanke an Florine fülle meine ganze
eele aus und ohne die Gewißheit, ſie dereinſt noch in meine Arme zu ſchließen und ſolle es auch nur drüben ſein, wo alle Getrennten ſich vereinigen— ſo führte der böſe phlegmariſche Menſch mich wohl 1856. vIII. Helene I. 14


