Teil eines Werkes 
3. Theil (1851)
Entstehung
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das Vertrauen einer jungen Dame, das ſich gleichzeitig an zwei Freunde wendet, viel un⸗ verfänglicher erſcheint und viel geſicherter iſt vor jedem Misbrauch, als wo es Einem allein ge⸗ ſchenkt wird. So unmöglich es ihr ſchien, Herrn von Lehfeldt oder gar erſt Reinhold allein die unſelige Geſchichte des mütterlichen Teſtaments und die wunderliche Bedingung, die ſich für ſie daran knüpfte, zu erzählen, ſo leicht fand ſie ſich in den Gedanken, und ein ſo natürliches Verhältniß ſchien es ihr, dieſe Angelegenheit mit beiden Freunden gemeinſam zu berathen. Ver⸗ ſtand Reinhold auch nichts von dem juriſtiſchen Verhältniß, ſo kannte und achtete ſie doch übri⸗ gens ſeinen klaren, natürlichen Verſtand. Auch war er mit allen Verhältniſſen ihres Hauſes ſeit langen Jahren, ja ſo lange beinahe, als ſie ſelber denken konnte, bekannt. Und ſein Herz endlich, das wußte ſie, war rein und treu wie Gold; es gab keins, ſelbſt ihren Bruder nicht