446
tigte ich mich dieſes Gegenſtandes, um ihn we⸗ nigſtens durch einige allgemeine Betrachtungen in ein geeigneteres Licht zu rücken...
Und glauben Sie, fragte der Commerzien⸗ rath lächelnd, daß Sie mit all Ihrer theologiſch⸗ hiſtoriſchen Weisheit und all Ihren ſchönen Re⸗ densarten von Einrichtung und Zweck der Ge⸗ ſellſchaft meine Frau bekehrt haben? Guter Pre⸗ diger, meine Frau iſt eine Frau— und dieſe Art von Wohlthun iſt jetzt eine Mode.
Sie ſprechen es richtig aus, ſiel der Predi⸗ ger mit Lebhaftigkeit ein, eine Mode! und einem ſo geiſtreichen Menſchenkenner, wie der Herr Commerzienrath, iſt es auch nicht unbekannt, daß Moden vergänglich ſind, um ſo vergäng⸗ licher, je raſcher ſie ſich verbreiten und je weni⸗ ger Widerſtand ihnen geleiſtet wird. Wo ein ſo ſtarker Arm die Zügel führt, wie hier, da hat es keine Gefahr. Es thut gar nichts, daß das Volk ſeit einiger Zeit immer widerſpänſti⸗


