Teil eines Werkes 
2. Theil (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

41

vorüber, Sie werden der Ruhe bedürfen, gnä⸗ diges Fräulein, und ich ſelbſt habe morgen, am Sonntag, den heiligen Pflichten meines Amtes zu genügen. Dennoch, ſo ſpät dieſe Stunde auch iſt, und auf die Gefahr hin, eine Theilnahme zu verſcherzen, die ich freilich noch niemals beſeſſen, geſtatten Sie mir meinen Satz zu vollenden. Wie es ſich auch mit dem verhalte, was ich vorhin— irrthümlich, wie ich jetzt belehrt bin — als Mishelligkeit bezeichnete, und ohne auch mit dem leiſeſten Gedanken nur die Ehrfurcht zu verletzen, die ich Ihren Geheimniſſen ſchuldig bin, kann ich gleichwohl nicht umhin, Sie zu erſuchen, gnädiges Fräulein: kommen Sie Ihrem Herrn Vater mit einiger Freundlichkeit entgegen! machen Sie den Verſuch wenigſtens, jenen Ton anklingen zu laſſen, der vielleicht ſeit lange nicht, vielleicht noch niemals zwiſchen Ihnen erklungen iſt— ohne Ihre Schuld, gnä⸗ diges Fräulein, ich weiß es: den Ton kindlicher