17 darauf hinarbeiten, das Verhältniß mit dem Sohne des Meiſters wieder herzuſtellen und, wenn irgend möglich, auch Leonhard in ſeine alte Stellung wieder zurückführen, da ihr nicht verborgen war, was Julian durch die Entfer⸗ nung dieſer beiden von ihm ſo geliebten Perſo⸗ nen litt und wie ſehr er ſich nach der Erneuerung ihres umgangs ſehnte. Sie gelobte ſich ſelbſt, alle Abneigung, ſelbſt alle Furcht, die ſie gegen Herrn Wolſton empfand, zu unterdrücken und ſo ehrerbietig, ſo herzlich zu ihm zu reden, wie ſie, ach ſo gern! in früherer Zeit zu ihm gere⸗ det hätte, und wie gleichwohl er ſelbſt es ihr niemals verſtattet hatte.
Es iſt ja um meines Bruders willen, daß ich es thue, dachte ſie: er iſt ja auch eine Waiſe ſo gut wie ich, nicht blos ohne Mutter, o nein, auch ohne Vater, und hat ja Niemand mehr auf der Welt als mich..
Dieſer eine Gedanke, der Gedanke an die


