pfindung wie von Mutterliebe durchſtrömte das Herz des jungen Mädchens und gab ihr eine Entſchloſſenheit und einen Muth, den ſie für ſich ſelbſt niemals gehabt haben würde. Sie wollte dem Commerzienrath die Binde von den Augen reißen, ſie wollte ihm zeigen; wie er, in ſtrafwürdiger Verblendung, auf dem beſten Wege war, durch die falſche Art, mit welcher er Julian behandelte, ſelbſt alle die Hoffnun⸗ gen zu vernichten, an denen er übrigens mit ſo viel ſtolzer Begierde hingz ſie wollte ihn zu der Erkenntniß nöthigen, daß Julian niemals wieder geſund werden, niemals ſeine Kraft und Heiterkeit wiedergewinnen könne, wenn er nicht in eine andere Umgebung käme, eine Umgebung, in welcher ſein von der Natur ſo weich geſchaffe⸗ nes Herz mehr Nahrung, das Bedürfniß nach Freundſchaft und Vertraulichkeit, das ſeine arme kranke Bruſt erfüllte, mehr Befriedigung fände. Namentlich und ganz beſonders aber wollte ſie
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