Teil eines Werkes 
1. Theil (1851)
Entstehung
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Jetzt erſt traten dem jungen Mädchen die Thränen in die Augen; ſie fing an zu ſchwan⸗ ken, die Stimme verſagte ihr: nur die flachen Hände konnte ſie gegen das Herz drücken und ſie dann, mit unendlichem Liebreiz, lächelnd unter ihren Thränen, gegen die Menge zurückwenden.

Die Pferde waren wieder angeſchirrt, der Poſtillon ſaß im Sattel.

Reinhold trat vom Schlage zurück; ſo auf⸗ geregt oder ſo befangen war die junge Dame, daß ſie gar nicht einmal daran dachte, ihrem Retter zu danken oder ſich nur nach ihm um⸗

zuſehen: ſchluchzend ſank ſie in die Kiſſen zu⸗

rück und preßte ihr Tuch vor die Augen... Die Pferde zogen an; langſam lenkte der Wagen über die Brücke in das Schloßthor... Gott ſegne das Engelchen! riefen die Um⸗ ſtehenden noch einmal und ſchwenkten ihre Mützen und Tücher: wenn ſie Alle ſo wären, da ſtänd' es beſſer mit der Welt!

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