Teil eines Werkes 
1. Theil (1851)
Entstehung
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hier zuſammen? warum ſchwärmt und tobt Ihr durch die ſtille Nacht? Du da, Mutter, die

du dein gerettetes Kind jetzt mit Thränen an

dich preſſeſt, was thuſt du hier außen in dieſer

ſpäten Stunde unter den Trunkenbolden und

Dirnen? warum ſitzſt du nicht daheim, wohin

du gehörſt, am Bett deines Kindes, und be⸗

wachſt ſeinen Schlaf? Und wenn du jetzt,

ſtatt des lebendigen Kindes, einen zerquetſchten

blutigen Leichnam umklammert hielteſt, wer wäre

ſeine Mörderin? du ſelbſt, du ſchlechte Mutter!!

Das Unerwartete dieſer Rede machte, wie

alles Unerwartete, großen Eindruck auf die Ge⸗

müther. Es iſt wahr, ſagten Einige, es iſt

eigentlich eine rechte Rabenmutter, das eigne

Kind ſo den Pferden in den Weg zu ſetzen.

Sie hat nie viel getaugt, meinten Andere, ihr

Mann hatte auch ſein Kreuz mit ihr, wohl ihm, daß er todt iſt.

Etliche jedoch waren nicht ſo leicht beruhigt.