Teil eines Werkes 
1. Theil (1851)
Entstehung
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398 Poſthorn wohl vernommen, hatte ſich noch recht⸗ zeitig unter den Thorweg der Schenke geflüch⸗ tet. Her Florus, der ihm nachlief, wie ein Küchelchen der Henne, fand ſich ebenfalls zu ihm, ein wenig athemlos zwar, aber er war doch im Sichern.

Das Jutſchfenſter ward herabgelaſſen; eine junge Dame, bleich vor Schreck— aber auch der Schreck hatte die Anmuth dieſes lieblichſten Antlitzes nicht verwiſchen können! Kaſtanien⸗ braune Locken umringelten in ſeidener Fülle die zarten Wangen, die dunkeln Augen leuchteten ſanft wie der Mond, die rothen runden Lippen, wie ſie ſich öffneten, glichen einer Roſenknoſpe im Mai, ſo keuſch, ſo duftig...

Eine junge Dame, bleich vor Schreck, neigte ſich heraus; ſie winkte mit der Hand, ſie wollte ſprechen, aber ihre weiche Stimme verhallte in dem wüſten Lärm. Auf der andern Seite rang eine Kammer⸗