Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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verkehrt, auf Treu und Glauben, daß Alles ſo richtig ſei, wie man es ihm vorrechnete. Und er war dabei reich geworden, ohne je zu ahnen, wie oft man ihn betrogen hatte. Uebrigens nahm er, ſeitdem er ſich zur Ruhe geſetzt hatte, jederzeit großes Intereſſe an dem Kauf⸗ mannsſtande, und oft wünſchte er ſich, ſtatt einer Toch⸗ ter, einen Sohn zu haben, um die Freude zu genießen, denſelben zu einem tüchtigen Kaufmanne ausgebildet zu ſehen. Daher konnte er jetzt auch nicht umhin, in Drucks Vorſicht ein feines kaufmänniſches Prinzip zu erblicken, und das lobend anzuerkennen. Als er den Laden verlaſſen hatte, und ſchon draußen auf der Straße war, kehrte er noch einmal um, und als habe er's vorhin vergeſſen, lud er Druck auf den nächſten Tag zum Frühſtück ein.

Als Druck ſich einfand, verrieth ihm Mathildens freudeſtrahlendes Auge Alles, was ihm bevorſtand. Von dieſem Tage an waren Mathilde und Florentin Druck Braut und Bräutigam, und einige Monate darauf, war die Hochzeit. Der glückliche Druck bot ſeinem Aſſocié die Hand zur Verſöhnung. Trotzdem aber trat Leidlich aus dem Geſchäfte: aus Verdruß, daß Mathilde ihn ſo ſchnell vergeſſen konnte; aus Wehmuth, daß ihm im Geſchäft jetzt nicht mehr die erſte Rolle zukam, aus Bangigkeit, daß die Firma