Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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ihr einfiel, daß Druck's Anweſenheit im Theater

vielleicht nur eine zufällige ſein könne, und daß er am Ende ihretwegen gar nicht gekommen ſei. Dieſes konnte ſich erſt morgen oder übermorgen ſicher herausſtellen, und ſo lange es nicht entſchieden war, hielt ſie es für beſſer, mit ihren dankbaren Geſinnungen noch zu geizen. Daher war ſie, noch ehe der Vorhang fiel, verſchwunden, und in einer Droſchke nach Hauſe gefahren. In der Nacht fiel ihr ein, daß dieſes plötzliche Verſchwinden dem Geliebten neue Qua⸗ len verurſachen müſſe. Es war nicht ihre Abſicht, ihm ſolche zu bereiten; ſie wollte nur wiſſen, ob er deren auch wirklich empfände, und forderte hiezu jede Gele⸗ genheit heraus. Mit großer Befriedigung hörte ſie am andern Morgen von der Haushälterin, daß Herr Druck ſich nach Fräulein Mathildens Befinden erkun⸗ digt habe, weil ſie geſtern Abend ſo plötzlich ihre Loge verlaſſen hätte. Mathilde beſuchte eine Freundin; als ſie ſich unterwegs zufällig umblickte, bemerkte ſie, daß Druck ihr in geringer Entfernung folgte. Sie machte einige Umwege und immer blieb er hinter ihr, aber er kam ihr näher und näher. Und je kürzer ſie die Entfernung werden ſah, deſto ſtürmiſcher klopfte ihr Herz. Sie konnte ihn jetzt nicht ſprechen und ſchlüpfte in ein Haus Dasſelbe hatteglücklicher Weiſe