Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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II

Die Türkin des letzten Boſenbergs.

In der nächſten Nacht träumte Chriſtoph Wunſch von der Zigennerin und deren ſeltſamen Worten. Zum erſten Male hatte er vor ſeinem innigſtgelieb⸗ ten Pflegevater ein Geheimniß. Die erſte Liebe iſt ſchüchtern und gleicht dem Veilchen, das nur im dunk⸗ len Grunde gedeiht, auf daß es nicht zertreten werde von den Menſchen der Alltagsſtraße. Noch hatte Chri⸗ ſtoph Wunſch mit Anna von Sturmfeld außer den wenigen Worten in der Höhle des heiligen Jwan bei Beraun keine Silbe gewechſelt, aber ihr Bild brannte in ſeinem Herzen mit allen Farben der Hoffnung und der reinſten Liebe, ſeine Träume, ſeine Pläne für die Zukunft galten ihr, und ſeine eifrigen Studien galten wieder nur ihr; denn der kraftbewußte Jüngling hoffte, und die lebendige Hoffnung macht ſtark.

Wer konnte es unter dieſen Umſtänden dem jun⸗