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geſteckt, und ehe der Mond in ſeinem Laufe am Fir⸗ mamente viermal die Geſtalt geändert haben wird, wird Gewaltiges auf Erden vor ſich gehen, denn Jupi⸗ ter ſteht hellglänzend dem blutrothen Mars gegenüber.“ Bei dieſen Worten ſtreckte der Gelehrte ſeine Rechte wie ein weiſſagender Augur der Römerzeit gegen das hohe Bogenfenſter, durch welches in der That ein ſelt⸗ ſames ſchwefelgelbes Licht in den Saal flimmerte. Die Herren ſprangen vom Tiſche auf und ſtarrten hinaus auf die feurige Ruthe, welche der Herr, wie der Jeſuit ſagte, aus dem Himmelsfenſter geſteckt hatte. Es war ein großer Comet, der damals am Him⸗ melsplane ſichtbar war. Seine Erſcheinung erregte, wie es in den damaligen Zeiten natürlich war, große Beſorgniſſe und die verſchiedenartigſten Deutungen gingen im Munde des Volkes herum.
Da ſtreckte der lebensfrohe Franz Graf v. Stern⸗ berg dem Zeſuiten P. Nicolaus Lancicius ſeinen hohen ſilbernen Ehrenbecher mit dem eingeprägten Wappen des Grafen Martinitz entgegen.—„Laßt uns, Herr Aſtrolog,“ rief er ſcherzend,„auf eine glückliche Zu⸗ kunft anſtoßen, die feurige Ruthe des Herrn auf dem Firmamente möge ſchadlos vorüberziehen; wir wollen ſie ziehen laſſen, das falbe Himmelslicht ſoll die rothen Gläſer beſtrahlen, aus denen wir unſern guten heimi⸗


