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die Gemeinde zu verderben nicht gemeint ſind; ſondern ehrliche wohlverhaltene Leute, ſo der Gemeinde für⸗
ſtehen können, zu dieſem Akte benennen— dieſelben
ſollen beſchützt und beſchirmt werden vor Allem Bö⸗
ſen, und vor obbeſagter Verfluchung, Gott der All⸗
mächtige wolle ihnen allen Segen verſichern, der in
den fünf Büchern Moiſes begriffen; er wolle ihnen
ſamt Weibern und Kindern langes Leben und Ge⸗
ſundheit verleihen; ſie ſollen Glück und Heil haben,
und Gott wird ihnen alles Gute geben. Amen.“
Als der Schreiber⸗Beiſitzer geendet hatte, herrſchte tiefe Stille im Saale. Der Bann war geſprochen, und daß er vorkommenden Falls zur Ausführung kommen würde, dafür ſprach die Anweſenheit des gefeiertſten Mannes der Judenſchaft Rabbi Bezalel Löw, deſſen Wort wie reines Gold verehrt wurde.
Primator Turek von Sturmfeld verſprach ſo⸗ gleich auch dieſe Angelegenheit der kaiſerlichen Maje⸗ ſtät zu Füßen zu legen, und ſetzte hinzu, daß er ander allerhöchſten Genehmigung dieſes ſelbſt gegebenen Ge⸗ ſetzes der Judenſchaft nicht zweifle.
Ernſt und feierlich geſtimmt, verließen die Aelte⸗ ſten der Judenſchaft, nachdem ſie die von ihnen ins⸗ geſammt gefertigte Bannformel in die Hände des Primators gelegt hatten, und die Rathsverwandten


