Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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zur Wohnung diente, während der gefleckte Auerhahn auf den hohen Tannengipfeln balzte, und ein Schwarm luſtiger Eichhörnchen die tauſendjährigen Aeſte der Steineiche belebte. Ueber dem naturfri⸗ ſchen Raſengewölbe dieſer Wälder rankten die üp⸗ pigſten Schlinggewächſe, und wucherten edle Arznei⸗ kräuter, deren heilende Kräfte manche in jenen dunklen Zeiten des Fauſtrechtes klaffende Wunde zuſchloſſen, und auch jetzt noch find jene Berge und Wälder reich an geognoſtiſchen und naturhiſtoriſchen Seltenheiten.

Auf einem jener waldigen Felſenſpitzen lugt von der Böhmergrenze ein alter Thurm nach Oeſterreich herüber, die alte Ruine St. Thoma. Dort hauſte ungefähr um das Jahr 1250 ein Raubritter, deſſen blankem Schwerte der vorüberziehende Wanders⸗ mann und Kaufmann zinſen mußte. Die Umgegend kannte den Ritter unter dem Namen des grünen Siegfrieds und er ſtand im Verdachte des Um⸗ ganges mit den Kobolden, Wald⸗ und Waſſergeiſtern des Landes. Aus fernem Lande war er gekommen und hatte ſich die Burg erbaut, wo er mit einer jungen Baſe Anna, welche er nach dem Tode einer weitläufigen Verwandten aus Laa zu ſich genommen, oder vielmehr zu ſich gelockt hatte, abgeſondert von