Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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ſchläfrig und unwirſch, um des poſſenhaften Spieles willen ſeine Haus⸗ und Tagesordnung unterbrechen zu müſſen.

„Dacht ich's doch gleich,“ brummte er in den Graubart,„der böſe Singvogel wird Eurer Geſtren gen in boshaftem Muthwillen nur den Mitternachts⸗ ſchlaf, deſſen Ihr ſo ſehr bedürft, abzwacken wollen— Der fürchtet Eure Bolzen, Herr, und liebt ſeine glatte Larve zu viel, um den Strauß zu beſtehen, den er ſo großmäulig ankündigte; ich ſagt' es gleich, der Paſſauer Fidel kommt nicht.“

„Ei freilich kommt er nicht,“ lachte der Pri⸗ mator— blieb aber inmitten ſeiner Rede ſtecken, denn ganz vernehmlich, anfangs leiſe, dann lauter und lauter, klang es von dem Hauptplatze herauf, in gar ſeltſamen moderirten melodiſchen Klängen.

Von einem Rathsmann will ich ſingen,

An Jahren reich, an Liebe arm,

Der ſich ein Mägdlein will erringen;

Vom Klapperbein, daß Gott erbarm!

Und von der ſchlummernden Geliebten,

Die nur von ihrem Sänger träumt,

Dem treuen Fidel—

Der Primator hörte nicht weiter; er ſprang zum Fenſter, er riß es auf;„Lichter!“ rief er zum Thore hinab, zur Dachlucke hinauf. Die Bolzen flogen ab