Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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glückte, luden ihn ein, ſie ins Innere des Kungholm zu begleiten, wwo man ſeiner zum Empfange harre.

In wenigen Minuten ſtand der kühne Retter vor der ſchönen jungen Dame im goldverzierten Boote, dieſe war auf die auf den Sand gebreiteten Tep⸗ piche am Damm herausgetreten. Ihr Flammenblick haftete jetzt mit Wohlgefallen auf dem ſchönen jun⸗ gen Manne, der ſein dunkles Lockenhaupt tief vor der Dame verneigte, denn die Umgebung, wie ſein richtiges Gefühl, belehrten ihn bald, daß er vor einer der vornehmſten Damen des ſchwediſchen hohen Adels ſtand. Dieſe nahm aber jetzt das Wort; mit klangvoller Stimme ſagte ſie, indem ſie dem mann⸗ haften Retter die Hand zum Kuſſe bot.

„Chriſtine, die Königin Schwedens, dankt Euch für die kühne Rettung ihres Leibpagens.“

„Und Marſchall Torſtenſohn's Geſandter, Oberſt Derfflinger,“ erwiederte der junge Mann ſich aber⸗ mals verneigend,„iſt glücklich, ſeine Ankunft auf ſchwe⸗ diſchem Boden ſogleich mit einer Huldigung an die erlauchte Kronenträgerin und würdige Nachfolgerin des großen Guſtav ankündigen zu können.“

„Ah!“ rief die ſchöne junge Königin,„alſo Georg Derfflinger, der kühne Reiteroberſt, von dem die Berichte unſerer Marſchälle ſo Vieles und Rühm⸗