Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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welchem bald ein Arzt und zwei Diener ſtanden, die ihnen augenblicklich die nöthige Hilfe boten.

Dieſe bedurfte der gerettete Knabe in hohem Grade, denn er lag bewußtlos und bleich; in den triefenden Haaren Schilf und Seegras, am linken Arme und an der Seite Quetſchungen, die er an den ſtellenweiſen Balken des Hafendammes erlitten hatte; der Arzt hatte vollauf zu thun, ihn zum Leben zu erwecken; raſcher kehrte die Kraft des Retters wieder, dieſer ſtand bald wieder auf den Sohlen, dankte dem Arzte für ſeine Hilfe, wechſelte ſein durchnäßtes Wamms mit einem ihm dargebotenen trockenen, und erſuchte nur, ihn zu jenem Boote zu führen, auf dem er geſchwommen kam, und wo ſein Degen und Wehr⸗ gehänge, ſein Mantel und Baret, wie ſein Gepäcke lagen.

Aber das war leichter geſagt als ausgeführt; vor dem Zelte wogte es wie in einem Bienenſchwarm, da drängte ſich die Menge, den kühnen Retter zu ſehen, der Angeſichts der nur ſelten von einem Schwim⸗ mer des Nordens durchſchnittenen Strömung dicht an der Hafenmündung ein faſt unglaubliches Ret⸗ tungswerk vollbracht hatte. Freudenrufe empfingen ihn vor dem Zelte, als er aus demſelben treten wollte, zwei Knaben in gleichem Kleide wie der Verun⸗