Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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Rücken der Gebirge weideten Schafe und kletterten Ziegen herum, die hoch über den zackigen und be⸗ waldeten Felsſpitzen gleich den Gemſen der Alpen⸗ länder nach Futter ſuchten. Neber den breiten Berg⸗ lehnen zogen die dunkelgrauen Wolkenmaſſen, welche ſich gleich rieſenhaften Löwen um den Sonnenthron lagerten, und zuweilen einen brüllenden Ton verneh⸗ men ließen, der das nahende Gebirgsgewitter ver⸗ kündete, deſſen Vorläufer, ein pfeifender Wirbelwind die Felſenabhänge vom Laub und Steingerölle reinfegte.

Am Abhange eines großen Keſſelthales, da wo eine himmelhohe tauſendjährige Eiche ihre breiten Aeſte vom Berge ſtreckte, lagen im Raſen gar weich gebettet, zwei Bettelmönche in ihren weiten dunklen Kutten, und genoſſen der Mittagsruhe, während ihre zwei großen Reiſebegleiter, gewaltige Fanghunde mit ſtählernen Halsbändern, die glühenden Augen rollend, an den Knochen zehrten, die ſie ihnen von der eben gehaltenen Mittagtafel zugeworfen hatten.— Die beiden Reiſenden ſprachen wiederhohlt der Kürbis⸗ flaſche zu, die ſie mit ſich fuhrten.—

„Das Gewitter ſteigt immer furchtbarer hinter dem Felſenkamme empor,“ ſagte der kleinere von ihnen zu dem andern, indem er mit dem Finger gegen