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noch nicht von Angeſicht geſehen worden war, da ſchlug Margaretha ihr großes ſchönes Auge empor, eine leichte Röthe überflog ihr marmorbleiches Antlitz; aber war es die Scham der Erinnerung im halbbe⸗ wußtloſen Zuſtande in den Armen eines jungen Mannes gelegen zu haben, und als leichtſinnige Abenteurerin vor ihm zu erſcheinen, oder machte Derfflinger's Erſcheinen auf Margaretha einen tieferen Eindruck— ſie erwiederte nur die halbleiſen Worte: „Nehmt meinen Dank,“— dann ließ ſich die Schöne wieder auf ihren Sitz nieder, und begann mit haus⸗ wirthlicher Geſchäftigkeit die Ordnung des Morgen⸗ tiſches, um die Zeltgäſte ihres Bruders zu bewirthen.
Derfflinger, deſſen Auge in den engelgleichen Zägen des ſchönen Fräuleins feſt haftete, befremdete die eifige Kälte Margarethens, über die bleichen Lippen des Franzoſen zog aber ein ſarkaſtiſches Lächeln. Er trat, während die übrigen am Felbtiſche Platz nahmen, Derfflinger näher..
„Nicht wahr, mon cher,“ ſagte er leiſe in ge⸗ brochenem Deutſch mit ſpöttiſcher Miene,„ſo kurz wie dieſe Empfangsworte lautet kaum ein Feldcommando; nun macht Euch nichts daraus, Herr Obriſtwacht⸗ meiſter,*s geht uns Allen ſo, die Schöne iſt trotzig und ſtolz wie keine, und es iſt wahrlich noch viel


