Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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haar, aus den großen dunkelblauen Augen blitzte der Muth eines zwanzigjährigen feuerſprühenden Jüng⸗ lings, und um die lebensfriſchen etwas aufgeworfe⸗ nen Lippen ſpielte ein Zug männlichen Trotzes und jenes Stolzes, der im Bewußtſein der jugendlichen Kraft und des in allen Verhältniſſen ungebeugten Muthes ſeine Quelle hat. An der Stirne trug die Schöne eine breite Kopfbinde, womit ſie jene vor⸗ herrſchende Wunde bedeckte, welche ſie bei Lützen empfangen hatte. Die ſchöne Brandenburgerin ſaß gleich einer den Olymp beherrſchenden Juno an dem Zelttiſche; neben ihr ſtand über die Lehne eines Seſſels gelehnt, der ewig lächelnde Franzoſe, Herr von Bournonville im feinſten Pariſer Anzuge mit dem goldenen Medaillon ſpielend, welches an einer eben ſoichen Kette über ſeinem Nacken herabhing. Er firirte mit ſeinen kleinen ſtechenden Augen den jungen Derfflinger, während das Fräulein von Schaplow wie ein kaltes Marmorbild daſtand, und die Ver⸗ beugung bdes Obriſtwachtmeiſters mit einem ſtolzen Kopfnicken begrüßte.

Als aber jetzt Obriſtlieutenant von Schaplow Derfflinger als jenen Reiter vorſtellte, welcher das Fräulein aus dem Schlachtgetümmel vor Lützen trug, von der damals ohnmächtigen Schönen aber bisher