Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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Empfange zufrieden ſein, den Euch Euer Freund Schap⸗ low denn Freund müßt Ihr mich fortan nennen bereiten wird.

Noch erzählte Obriſtlieutenat Schaplow ſeinem neuen Freunde Derfflinger Vieles von ſeiner ſchönen Schweſter, die als kühne Amazone mit ſeltenem Muthe begabt, ſich's nicht hatte wehren laſſen, den geliebten Bruder zum Heere des Königs zu begleiten, wo ſie in der Tracht eines ſchwediſchen Cornets als deſſen jüngerer Bruder galt, und Niemand ihr Ge⸗ ſchlecht ahnte, bis ſie ihre weibliche Reugierde und Verwegenheit ins Schlachtgetümmel gefuͤhrt hatte, aus welchem ſie durch Derfflinger gerettet wurde.

Im Schloſſe zu Osnabrück, der alten Sachſen⸗ burg, wohin die Officiere am nächſten Tage abgingen, empfing der Reichskanzler Orenſtierna die Botſchaft von ſeines Königs Ableben mit Thränen im Auge.

Er erklärte aber dem Obriſtlientenant Schap⸗ low, daß er ſelbſt nächſter Tage nach Schweden ab⸗ reiſen, und die große Trauerkunde dahin überbringen werde.Ihr, meine Herren, ſetzte er, ſich zu den Offi⸗ eieren der kleinen Geſandtſchaft wendend hinzu,Ihr ſeid in Deutſchland nöthiger als im Norden. Es gilt nunmehr die Sache, für welche unſer großer König mit ſeinem Blute eingeſtanden iſt, auszufechten