Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

4

vollends geneſen ſein wird, ihrem Retter ſelbſt dan⸗ ten. Darum bitte ich Euch, Herr Obriſtwachtmeiſter, nehmt vorläufig meinen treuen ſchwediſchen Hand⸗ ſchlag, wir müſſen uns jedenfalls näher kennen lernen, und ſo Gott will, in Stockholm einen guten Renn⸗ thierbraten mit einander verzehren, denn ich komme Euch nebenbei auch zu ſagen, daß wir beide beſtimmt ſind, die Sendung zu convoyiren, welche die große Trauerkunde von des Königs Falle dem ſchwediſchen Reichskanzler nach Osnabrück, und in deſſen Geleite dann Guſtao's Leiche nach Schweden ſelbſt überbrin⸗ gen ſoll.

Derfflinger blickte traurig nieder.So iſt mir, ſagte er,das herbe Loos beſchieden, meinen großen Heerfuͤhrer, deſſen Banner ich noch lange folgen zu können glaubte, in die Gruft ſenken zu ſehen.

Wenn aber, fuhr der Obriſtlieutenant fort, unſere Sendung nach Schweden beendet ſein wird, dann dürft Ihr mir einen Herbſtbeſuch auf meinem Gute im böhmiſchen Rieſengebirge oder im Bran⸗ denburgiſchen nicht verſagen, manch gute Jagdflinte prangt da in meinem Gewehrkaſten, und mancher ſchußmäßige Eber wetzt ſeine Hauer an meinen Eichen; wollen dann ein paar Monate lang dem edlen Waidwerke obliegen, und ſollt mit dem