„Darf ich mit meinen Blauen ſecundiren 2“ fragte Derfflinger mit vor Kampfluſt glühendem Antlitze, während hinter den heranbrauſenden Küraſſierſchwad⸗ ronen Iſolani's Kroaten ſichtbar wurden.
„Meinetwegen,“ entgegnete der König kopfnickend, „er mag ſich das Obriſtlieutenants⸗Patent holen, führ er meine Leibſchützen gegen den Graben, und hole er ein Paar Kanonen von den Katholiſchen heraus.“
Wie ein Blitz flog Derfflinger den feindlichen Feuerſchlünden entgegen.
Wahrhaft mörderiſch entbrannte der Kampf in⸗ zwiſchen im Centrum des Schlachtfeldes. Wallen⸗ ſtein ſelbſt befehligte dort mit Harancourt; ſein Rock war bereits von einer Kugel durchlöchert; ſein Oberſt⸗ kämmerer, Graf Harrach, ſtürzte vom Pferde, und wurde überritten, raffte ſich aber wieder empor, und Mann gegen Mann ſtand dort im dichteſten Kampfes⸗ knäuel einander entgegen. Aber die ſchwediſche Rei⸗ terei wich dort zurück. Guſtav Adolph erhielt durch ſeinen Adjutanten kaum hievon Kunde, ſo ſprengte er nach dem Punkte der Gefahr.
Der Nebel ſtieg, der König bemerkte nicht, daß am Graben kaiſerliche Musketiere auf ihn ihre Büchſen anlegten.


