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bin,“ ſchloß Derfflinger ſeine Rede,„ich bin ein Evangeliſcher wie Ihr— und bin Euer Landsmann, mein Herz blutet daher bei dem Gebanken, daß unſer ſchönes Vaterland von Roſſeshufen zertreten, mit Blut getüncht werden ſoll wie vor ſechs Jahren.— Seht mich an, Landsleute! kennt Einer von Euch noch meine Züge?— o freilich bin ich in dieſen ſechs Jahren um zwölf Jahre gealtert, denn das Kriegs⸗ handwerk macht den Jüngling früher reif zum Manne, als der Pflug oder der Hammer...
Neugieriger traten die Bauern jetzt auf Derff⸗ linger herzu; ſie blickten ihm feſt ins Auge, aber keiner, keiner kannte ihn mehr, denn die ihn da kannten, waren nach den Bluttagen des Jahres 1627 ausgewandert, und lohte auch daſſelbe Feuer nun⸗ mehr auf Oeſterreichs Boden, ſo war doch das Bau⸗ ernlager im Ganzen nicht mehr daſſelbe wie anno 1626.
„Seht mich an, Mannen,“ rief jetzt Derfflinger, indem er ſein ſchönes Lockenhaupt erhob und ſich in ſeiner ſtattlichen Länge aufrichtete;„ſeht mich an— und ich ſage Euch: ich war Einer von denen, die da zu Frankenburg mitwürfelten um Tod und Leben, denn ich bin Georg Derfflinger, der Sohn des Schnei⸗ ders von Neuhofen.“


