deren Beſchwerden und Wünſche ich vor das Auge des ſchwediſchen Löwen bringen ſoll, auf daß er ſie ſichte, und mit der Feder oder mit dem Schwerte geltend mache im ehrlichen Kampfe gegen meinen ehemaligen Landesherrn..4
Hier ging ein gar ſchmerzlicher Zug über die Stirne des jungen Kriegers, es mochte ihm wohl der innere Mahner, den auch die laute Kriegstrompete und der Ruf nach Sieg und Ruhm nicht übertäuben kann, zuflüſtern:„Du dienſt dem Gegner Deines Landesherrn, und biſt ſo gut ein Rebell wie die kegelnden Bauern da.“
Aber in jenen Tagen, wo die Kriegsfurie ge⸗ waltig über den deutſchen Boden raſ'te, galt die Fahne der Parteiung mehr, als jene der Legitimi⸗ tät, und der ehrgeizige junge Rittmeiſter brachte ſeinen inneren Mahner bald durch den Gedanken zum Schweigen, daß er ja der Sache ſeiner Religion dem lutheriſchen Glauben diene, indem er ſich den Reihen des großen Guſtav Adolph angeſchloſſen habe, und daß er von dieſem nach Oeſterreich geſandt ſei, um in der Sache der oberöſterreichiſchen Aufſtands⸗ männer klar zu ſehen, und ſein Urtheil hierüber ins ſchwediſche Lager zu tragen, nicht aber um ſogleich die Waffe gegen den Kaiſer zu führen.


