Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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erbleichende Stern des Landes ob der Enns trug, mit dem Flittergolde des Faſtnachtsſcherzes zu ver⸗ decken ſuchte; denn ernſt, gar ernſt, ſah es damals im Lande aus.

Als nämlich Ferdinand zum deutſchen Kaiſer gewählt worden war, hatten ihm die Stände ihre Huldigung verweigert, und nur ein Bündniß mit ſeinem Jugendfreunde, dem Herzog Maximilian von Baiern, verſchaffte dem Kaiſer Gehorſam; der Herzog rückte nämlich gegen Oeſterreich ob der Enns und forderte die Stände zum Gehorſam und zur Auflöſung ihrer Conföderation mit Böhmen auf; vergebens hofften die Stände auf Böhmen, der Bund wirkte nichts, die Baiern rückten unter ihrem Herzoge über St. Martin Ried und Stahremberg ins Land, und da die Abgeordneten der Stände mit ihrer vollſtän⸗ digen Unterwerfung ſchwankten, ſo kam auch der gefürchtete General⸗Lientenant Graf Tilly mit 12000 Mann nach Linz und ſcheuerte dem Kaiſer den Hul⸗ digungsſaal; bairiſche Truppen lagen in den oberöſterreichiſchen Orten die Hauptarmee zog nach Niederöſterreich, vereinigte ſich dort mit den kaiſer⸗ lichen Truppen und rückte nach Böhmen ein. Der achte November 1620 hatte die weltberühmte Schlacht am weißen Berge gebracht. Friedrich von der falz