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mäldegallerie des öſterreichiſchen Landes⸗Muſeums zu Linz.
Beide Männer waren Meiſter— und beide Meiſter von der Elle;— der Erſte aber war Mei⸗ ſter der Elle von Holz, womit er das Kleid; der andere Meiſter der Elle von Eiſen, womit er die Haut abſtrich— alſo ehrſamer Schneidermeiſter der Zunft der Eine, und ehrſamer Waffenmeiſter und Ritter der Andere— und der erſtere Meiſter Arnold, der Gilden Vorſteher der ehrſamen Schneiderzunft, beugte ſich tief vor dem Andern, lüftete ſein Barett und ſchob ſogleich den breiten Lederſtuhl am Znſchnei⸗ detiſche zu rechte.
„Kinder!“ rief er, auf ſeinem arthritiſchen Fußge⸗ ſtelle langſam daher wackelnd,„morgen iſt, wie ihr wißt, Jahrtag und Schwank im Häck. Seine Gnaden der alte Schirmer unſerer Zunft, Herr Achaz Willinger von der Au und Hinter⸗ dobl“— dabei verneigte Meiſter Arnold ſich ſchier bis zur Erde—„begleitet mich eben zu allen Werkſtätten und will ſich ſelbſt ein Jüngelchen aus⸗ ſuchen, das morgen als König unſeres Bockfeſtes prangen ſoll, fintemalen—“
„Ich meine Braut, des ehrſamen Rathsherrn und Stadtrichters Herrn Hanns Georg Schröckingers


