267
den Zug befehligende Offizier den andern Führern der Truppe erklärte:„ein Sandburan ſei im Anzuge, und man müſſe das Plateau an der Wolga zu gewinnen fuchen, ehe er losbräche und die aufgehäuften Sand⸗ maſſen den Weitermarſch erſchweren, wo nicht unmöglich machen würden.“
Der Offizier hatte nicht unrecht, denn ſchon kräuſelte der heranbrauſende Wirbelwind große Sandſtreifen, und da die Sandburans gerade um Mittag am heftigſten wüthen, ſo mußte die Karawane dieſer Unglücklichen bedacht ſein, noch rechtzeitig eine Straße außerhalb der
Sandehklone zu finden, um nicht von dieſer fortgeriſſen
zu werden. Hierzu kam noch der Umſtand, daß die Unglück⸗ lichen, welche dieſe Karawane ausmachten, in der nächſten Herberge eine beſſere Unterkunft als in der vorhergehenden hoffen konnten, daher ſelbſt trachteten, ihren Marſch mög⸗ lichſt zu beſchleunigen und abzukürzen; denn man würde ſehr irren, wenn man vermeinte, daß ſie bloß als„Hinaus⸗ geſtoßene“ der menſchlichen Geſellſchaft rückſichtlslos dem Elende preisgegeben waren, vielmehr wurde von jeher ihren Familien geſtattet, ihre unglücklichen Verwandten ſchon von den Gefängnißmauern an zu begleiten, und jene, welche Mittel dazu haben, können ſich im Winter
ſogar einen Abocz oder Schlitten verſchaffen; ſelbſt die
Ketten, welche die Verwegenſten unter ihnen tragen, ſind 17*
*


