Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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Der Verfaſſer wollte bloß, treu dem Gange der Ge⸗ ſchichte, für denkende Leſer und Freunde der Geſchichte jene weiteren und engeren Fäden enthüllen, an denen die furchtbare Empörung hing, welche derKoſak vom Don hervorrief; er wollte und konnte daher den Namensträ⸗ ger dieſer Erzählung weder als gemüthlichen Rinaldini, noch als irrenden Ritter, ſondern nur als das, was er eben war, als einWerkzeug der Revolution ſchildern; er wollte in dieſem Zeitbilde nur die geſchicht⸗ liche Wahrheit verkörpern: daß die Hand der Vorſehung ſich von Zeit zu Zeit des Schwertes eines Attila bedient, um Bewegung in die Fäulniß der Staaten, Licht in die Schatten der Zeit, Erkenntniß des Rechtes in das Leben der Völker zu bringen, und das Gefühl der großen Wahr⸗ heit unter der Menſchheit wachzurufen: daß Einer über Allen ſteht, der in ſeinen Himmeln das Geſetz für die Erde geſchrieben hat: daß ohne Ordnung keine wahre Freiheit, ohne Gerechtigkeit kein Völkerſegen; daß Recht und Geſetz im Kampfe gegen den Aufruhr zuletzt immer Sieger bleiben; daß das Reich der Lüge und des Ver⸗ rathes, ſei es auch auf der Bahn der Gewalt noch ſo weit vorgerückt, endlich in Trümmer geht, ſo gewiß als

der Gott, den wir anbeten, ein Gott der ewigen Wahr⸗

heit iſt. Der Verfuſſer.