Teil eines Werkes 
3. Theil (1863)
Entstehung
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Port zu warnen, weil er von Wettins ſelbſt den Lebens⸗ wandel desſelben erfahren hatte und er durch Anwen⸗ dung der dort erlangten Kenntniß in eine ſchiefe Stel⸗ lung zu ſeinen Bekannten kam.

Allein, wie geſagt, Hauptmann Briſek commandirte ſich ſelbſt zum Sturmſchritt auf dieſe Affaire los und ging noch an demſelben Abend, mit ſehr unſchuldigem Geſichte zu Frau von Wettin, um ihr perſönlich ſein Avancement, das ſie freilich ſchon wiſſen konnte, mitzu⸗ theilen.

Er fand die Majorin allein und in der beſten Laune. Sie gratulirte ihm fröhlich und gab ihm ſogleich den guten Rath ſich nun ſchleunigſt nach einer Braut umzuſehen. Frau von Wettin gehörte zu den ſeltenen, ſehr glücklichen Frauen, die alle Männer für gut halten und jede Ehe für zweckmäßig, wo Geld genug vorhanden iſt zum Ganz des Lebens. Sie erklärte die Fehler der Männer für Eigenthümlichkeiten, die man reſpectiren müſſe, um Frieden zu halten, und ſie befand ſich ſo wohl bei ihren Maximen, daß ſie ſorglos jede Heirath begün⸗ ſtigt haben würde, die noch weit gewagter war, als eine

Verbindung zwiſchen ihrem lebensluſtigen Vetter Alfred

von der Port und dem reichen Kaufmannstöchterchen Fanny Adam.

Kaum waren die erſten Begrüßungen zwiſchen ihr Fritze. Die Specnulation.