Teil eines Werkes 
3. Theil (1863)
Entstehung
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band ſich dagegen Kaiſer Ferdinand mit ſeinem Jugend⸗ freunde, dem Herzoge Marimilian von Baiern, zur Un⸗ terdrückung der in Böhmen und Oberöſterreich begin⸗ nenden Unruhen. Noch einmal verſuchte er durch Milde die Landſtände von Oberöſterreich zu ihrer Pflicht zu⸗ rückzubringen, dieſe aber verweigerten dem Monarchen noch immer die Huldigung und ließen ſich in Unterhand⸗ lungen mit den unruhigen Böhmen und Ungarn ein, ja ſie luden ſogar die Türken durch eine Geſandtſchaft zum Bündniſſe ein.

Aber ſchon nahte der edle Verbündete des Kaiſers, Herzog Maximilian von Baiern mit ſeinem Heere den Grenzen Oberöſterreich's, um hier die Ordnung herzu⸗ ſtellen.

Während achttauſend aufrühreriſche Bauern des Landes ob der Enns ſich bei Walchen und Frankenmarkt zuſammenrotteten und unter den feſten Plätzen des Lan⸗ des zuerſt das Schloß Kogel einnehmen wollten, lager⸗ ten ſich die Baiern um die Mitte des Monates Juli des genannten Jahres, 30,000 Mann ſtark unter dem be⸗ rühmten Tilly, bei Schärding am Innfluſſe.

Tilly erklärte den Ständen ob der Enns, er komme als Stellvertreter des Kaiſers, dem ſie Gehorſam lei⸗ ſten ſollten, er verlange von ihnen, daß jeder Bund mit den Böhmen von ihnen allſogleich aufgelöſt werde.