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—„nun, für jetzt bin ich Italiener, und ich diene dem, der mich am Beſten bezahlt.“
„Und wer iſt dieſer?“ fragte der Prinz.
„Herr,“ entgegnete der Stämmige,„ſeid Ihr etwa ein Abgeſandter aus Mailand, ein Kundſchafter, wie ſie jetzt zu Dutzenden im Lande herumreiſen? Kommt wohl vom königlichen Palaſte?“
„Kennſt Du den Vicekönig?“ fragte der Prinz.
Der Stämmige ſchwieg eine Weile.
„Den Beauharnais?“ fragte er dann, und ſein Geſicht entfärbte ſich ein wenig.—
„Perſönlich nicht,“ entgegnete Varlet.
„Und dennoch biſt Du ihm ſchon dreimal auf ern⸗ ſten Gängen ſeines Lebens begegnet,“ ſagte der Prinz —„ich weiß, Du haſſeſt ſein Geſchlecht.“—
„Wie könnt Ihr das ſagen?“ fuhr der Andere em⸗ por—„und überhaupt, ich ſehe gar nicht ein, was die Inguiſationsfragen von Euch bezwecken follen—— ich bin Beſchließer dieſes Hauſes, und habe Niemandem zu antworten, als Der, die mich dazu beſtellt hat.“
Nach dieſen Worten wollte ſich der Mann umwen⸗ den. Prinz Eugen Beauharnais aber hielt ihn zurück.
„Wie?“ ſagte er,—„wenn man Dir ſogleich tau⸗ ſend Zechinen böte,— den Beauharnais durch einen Dolchſtoß bei Seite zu ſchaffen, würdeſt Du zögern 7
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