Teil eines Werkes 
2. Theil (1863)
Entstehung
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der weiße Schleier ſeiner Erwählten entgegen geweht hatte.

Dort dort wo das Gebüſch ſich theilte, und zwiſchen den Goldorangen die weiße Marmorſtatue des Harpokrates im Mondlichte ſo bedeutungsvoll hervor⸗ ſchimmerte, dort lehnte ſie... doch nein! ſie war es nicht die Schatten der Bäume täuſchten ſein Auge ein Mann war es, ein kurzer, ſtämmiger, wildaus⸗ ſehender Menſch, mit einem ſeltſam verzerrten braunen Geſichte, auf welchem ſich alle Leidenſchaften malten, er trug eine Art Matroſenkittel von blauer Wolle mit ei⸗ nem breitem Gürtel am Leibe, worin ein langes Stilet ſtack, ſein ſtruppiges röthliches Haar deckte eine röthliche Fiſchermütze, ſeine kurzen Arme waren in einander ver⸗ ſchlungen, ein widriges Lächeln ſtrich über ſeine dicken Lippen, als Prinz Eugen die Terraſſe emporſtieg, und auf ihn zutrat.

Der Prinz hielt, als er ſeine Täuſchung gewahrte, und ſtatt Ghiraldinen die Geſtalt des erwähnten Man⸗ nes vor ſich ſah, ſeinen Schritt an er hatte denſelben früher auf Iſola bella nicht geſehen.

Der erwähnte Mann im Matroſenkittel ließ ihm aber nicht lange Zeit zur Frage, ſondern trat ſelbſt ſo⸗ gleich auf ihn zu, indem er ihm ein kurzesqui vive? entgegenſchnarrte.