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ſen? Der Neffe des Grafen Arpad ſchießt ſich nur mit einem Ebenbürtigen.“
Louis Lenoir lächelte;„ich glaubte nicht, daß man in Ungarn nach Reiſepäſſen und Geburtsnachweiſen frage,“ ſagte er kalt;„indeſſen, ich kann und will Ihnen dieſen Nachweis auf der Stelle liefern. Sie ſollen ſo⸗ gleich meine Papiere zu Geſichte bekommen.“ Graf Louis Lenoir griff bei dieſen Worten in ſeine Bruſttaſche— aber tiefe Todtenbläͤſſe bedeckte auch ſogleich ſein Antlitz — ein leiſes faſt unmerkliches Zittern verrieth ſeine in⸗ nere Aufregung, er ſuchte— ſuchte und ſchien nichts zu finden— hohe Flammenröthe bedeckte jetzt ſein Geſicht.
„Sie ſcheinen die Diplome Ihres rheinländiſchen Ritterſtandes verloren zu haben,“ bemerkte Graf Her⸗ mann—„geben Sie ſich keine Mühe es länger zu ſu⸗ chen, hier iſt es!“
Bei dieſen Worten riß er ein ſchwarzes Portefeuille aus ſeiner Bruſttaſche;„ich habe dieß geheimnißvolle Portefeuille mit allen ihren Briefſchaften am Ufer des Sees da unten gefunden,“ ſagte er lächelnd,„wo Sie es in der Eile des Heraufſteigens vermuthlich verloren haben.“
„Mein Portefeuille!“ rief Herr von Lenoir, in⸗ dem er die Hand darnach ausſtreckte.


